Zu Fuß auf den heiligen Berg
Eine Gruppe von sechs Jugendlichen machte sich mit Präses Christoph Wittmann auf den Weg nach Andechs. Sie bewältigten die 32 Kilometer lange Strecke in acht Stunden.
Um 0:30 Uhr ging es an der U-Bahn-Station Fürstenried West für die Pilgerinnen und Pilger los. Obwohl Regen vorhergesagt war, kamen alle trockenen Fußes über den Forstenrieder Park, Starnberg, Söcking und Landstetten nach Andechs. Geistliche Impulse und kleine Essens- und Trinkpausen strukturierten den Weg durch teilweise malerische Landstriche, bis endlich die Wallfahrtskirche im Blickfeld war.
Müde und erschöpft ging es zu einer Stärkung in den Biergarten, bevor der Gottesdienst im Freien gefeiert wurde - mit Verstärkung durch Mitglieder der Kolpingsfamilie München-Zentral, die mit dem Auto angereist waren.
Zum Abschluss versammelten sich alle gemeinsam im Andechser Biergarten zum Mittagessen - und zum Erfahrungsaustausch, wie schon früher die Tradition der Fußwallfahrt gepflegt und jetzt wieder aufgegriffen wurde.
Das Kernstück der Andechser Wallfahrt ist das Geheimnis der Verwandlung: das Brot, das zum Leib Christi wird, gezeichnet von den Spuren des Blutes, die in heiligen Hostien verehrt werden. Blut ist das Symbol des Lebens, der Kraft und der Hingabe. Am Ziel der Wallfahrt dürfen alle ankommen mit dem, was jeden einzelnen prägt und beschäftigt.
Am Ziel der Wallfahrt steht die Zusage: jedes einzelne Leben, so unvollkommen und brüchig es sein mag, ist kostbar. Es darf sich wandeln. Gott ist mitten im Alltag gegenwärtig.







