Zapfsäulen

06.02.2026 | Geistlicher Impuls von Präses Christoph Wittmann

Woher bekomme ich neue Kraft? Was lässt mich aufleben? Welche Momente helfen mir, den Alltag zu unterbrechen?

Bei einem abendlichen Winterspaziergang habe ich dieses Bild gemacht. „Zapfsäulen“ kam mir dabei in den Sinn: das ganz praktische Auftanken des Autos, damit es nicht auf der Strecke bleibt. Dahinter das Hochhaus mit den erleuchteten Fenstern, das „traute Heim“, in dem Menschen Geborgenheit und Sicherheit erfahren mit Familienangehörigen, die mich auftanken lassen. Und dazwischen die Silhouette eines Kirchturms der für einen Ort steht, an dem Menschen geistlich und spirituell „auftanken“ können.

Es gäbe noch mehr Beispiele für Zapfsäulen, an denen Menschen für ihren Bedarf „Sprit“ tanken können, um gut weiterzukommen. Ich denke an einen Spaziergang in der Natur, eine Wanderung in den Bergen. Ich denke an eine gemütliche Runde mit Freunden oder Vereinskolleginnen und -kollegen oder an eine Sporteinheit am Abend, allein oder in der Mannschaft. Vielfältig können unsere Unternehmungen sein, um den Alltag zu unterbrechen und wieder neue Kraft zu bekommen.

Wichtig ist, rechtzeitig die entsprechende Zapfsäule anzusteuern, damit der Sprit nicht ausgeht und ich plötzlich auf der Strecke bleibe. In der Regel gibt es dafür auch verschiedene Warnsignale.

Präses Christoph Wittmann